Die neuen SEPA-Produkte

€uro-Überweisung

Die „€uro-Überweisung“ (SEPA) als Produkt für Überweisungen im gesamten Binnenmarkt (einschließlich Deutschlands) baut auf der 2003 eingeführten „EU-Standardüberweisung“ auf. Als Identifizierung der Bankverbindung des Kontoinhabers / Zahlers und des Zahlungsempfängers dienen IBAN und BIC. Das „SEPA-Überweisungsverfahren“ wurde von der europäischen Kreditwirtschaft am 28. Januar 2008 gestartet. Seit diesem Zeitpunkt steht Ihnen als Kunden der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz eG dieses neue europäische Zahlungsinstrument auch für Inlandszahlungen zusätzlich zur Verfügung.



€uro-Überweisung (SEPA)



Die €uro-Überweisung (SEPA) ersetzt die EU-Standardüberweisung. Am 28. Januar 2008 startete die europäische Kreditwirtschaft das neue europäische Überweisungsverfahren für S€PA (S€PA Credit Transfer – SCT). Somit können Sie Überweisungen in Euro innerhalb Deutschlands, in die anderen EU- / EWR-Staaten [und in die Schweiz] von Ihrem Konto bei uns mit der €uro-Überweisung einfach und einheitlich durchführen.

Das deutsche Kreditgewerbe hat diese einfache Überweisung gemeinsam im Zuge der Umsetzung von S€PA entwickelt. Die €uro-Überweisung ist vom Aufbau her einer Überweisung innerhalb Deutschlands sehr ähnlich und orientiert sich an der Ihnen seit Mitte 2003 bekannten EU-Standardüberweisung.

Die €uro-Überweisung ersetzt die EU-Standardüberweisung. Sie kann von Ihnen parallel zu den heutigen Inlandsüberweisungen auch innerhalb Deutschlands verwendet werden. Die €uro-Überweisung können Sie nur nutzen, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • die Überweisung erfolgt innerhalb Deutschlands, in einen anderen Mitgliedstaat der EU-/EWR-Staaten [oder in die Schweiz],
  • der Überweisungsbetrag lautet auf "Euro",
  • als Kontoadressierungsdaten werden IBAN und BIC verwendet,
  • der Kontoinhaber trägt seine Entgelte und der Zahlungsempfänger trägt die übrigen Entgelte, wie heute innerhalb Deutschlands.


Notwendige Angaben

Bitte machen Sie immer folgende Angaben:

  • Name und Vorname bzw. Firma des Zahlungsempfängers,
  • IBAN des Zahlungsempfängers,
  • BIC des Kreditinstituts / Zahlungsdienstleisters des Zahlungsempfängers,
  • Betragsangabe in Euro (als Währung),
  • optional: Angabe eines Verwendungszweckes,
  • Ihren Namen und Vornamen bzw. Ihre Firma,
  • Ihre IBAN (steht auf Ihrem Kontoauszug).


Sie tragen als Kontoinhaber die Entgelte bei Ihrem Kreditinstitut und der Zahlungsempfänger trägt die übrigen Entgelte.

Natürlich steht Ihnen auch über unsere elektronischen Bankdienstleistungen wie Internet oder Software diese Zahlungsmethode zur Verfügung.

Für alle Zahlungen,

  • die die genannten Kriterien nicht erfüllen,
  • die in Länder außerhalb der EU-/EWR-Staaten [oder der Schweiz] gehen,
  • für die Sonderwünsche bei der Ausführung bestehen (z. B. keine Nutzung von IBAN / BIC)

verwenden Sie bitte den Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr (Formular Z1). Dieses bekommen Sie in unseren Filialen.


€uro-Lastschriften

Mit den beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren können künftig Gelder von Konten im Binnenmarkt eingezogen werden. Die neuen Verfahren ähneln den heute innerhalb Deutschlands eingesetzten Verfahren (Einzugsermächtigungsverfahren bzw. Abbuchungsauftragsverfahren). Der flächendeckende Einsatz ist abhängig vom rechtlichen Umfeld, welches mit einem neuen EU-Rechtsrahmen ab November 2009 geschaffen wird. Auf europäischer Ebene wurden zwei Lastschriftverfahren – vergleichbar der heutigen Situation in Deutschland – neu entwickelt. Diese sind das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) und das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B).


SEPA-Basis-Lastschriften



Mit dem SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) können Sie über uns an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteinzug mittels des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Einzugsermächtigungsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindungen dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basis-Lastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu zusammen mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin. Dieser wird von Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges, wie heute, mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI). Zudem müssen Sie als Zahlungspflichtiger dem Zahlungsempfänger vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes „SEPA-Lastschriftmandat“ erteilen.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Basis-Lastschriften vorlegt. Sollte einmal ein Kunde (Zahlungspflichtiger) mit einem Zahlungseinzug durch eine SEPA-Basis-Lastschrift des Zahlungsempfängers nicht einverstanden sein, kann er von uns binnen einer Frist von 8 Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastungsbuchung (Fälligkeitstermin) auf dem Konto ohne Angabe von Gründen die Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages verlangen.

Einen Mustervertrag finden Sie hier.




SEPA-Firmen-Lastschriften



Das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B) ist speziell auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten, um insbesondere eine frühe Finalität von Zahlungen zu erzielen. Das Verfahren können Sie daher nur nutzen, wenn Sie kein Verbraucher sind. Mit dem SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren können Sie über uns an einen Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteinzug mittels des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindungen dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Firmen-Lastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu zusammen mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin. Dieser wird von Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges, wie heute, mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI). Zudem müssen Sie als Zahlungspflichtiger dem Zahlungsempfänger vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ erteilen und Ihre kontoführende Bank als Zahlungspflichtiger vor der ersten Zahlung über die Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats unterrichten.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Firmen-Lastschriften vorlegt. Bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA-Firmen-Lastschrift können Sie als Zahlungspflichtiger von uns keine Erstattung des Ihrem Konto belasteten Lastschriftbetrages verlangen. Deshalb haben wir dem ersten Lastschrifteinzug ein besonderes Bestätigungsverfahren vorgeschaltet.

Einen Mustervertrag finden Sie hier.




Lastschriftmandate



Für die beiden SEPA-Lastschriftverfahren existieren unterschiedliche Lastschriftmandate. Diese sind das „SEPA-Lastschriftmandat“ für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren und das „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren.

Als Zahlungspflichtiger erhalten Sie von Ihrem Zahlungsempfänger ein entsprechendes Lastschriftmandatsformular, welches Sie unterschreiben und an den Zahlungsempfänger zurücksenden müssen. Vielfach sind die Lastschriftmandate Bestandteil von Verträgen, wie heute, z.B. für die Bezahlung von Telefonrechnungen.

Mit dem Lastschriftmandat autorisieren Sie gegenüber Ihrer Bank die Einlösung von jeweiligen SEPA-Lastschriften des Zahlungsempfängers. Das Mandat ist schriftlich oder in der mit einer Bank vereinbarten Art und Weise zu erteilen. In den Lastschriftmandaten müssen die folgenden Erklärungen von Ihnen als Kunden (Zahlungspflichtiger) enthalten sein:

Lastschriftmandatstext mit:
  1. der Ermächtigung des Zahlungsempfängers, Zahlungen vom Konto des Kunden (Zahlungspflichtiger) mittels SEPA-Basis-Lastschrift bzw. SEPA-Firmen-Lastschrift einzuziehen, und
  2. der Weisung an die Bank des Zahlungspflichtiger, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen SEPA-Basis-Lastschriften bzw. SEPA-Firmen-Lastschriften einzulösen.


Die jeweiligen Lastschriftmandate müssen zudem folgende Angaben (Autorisierungsdaten) enthalten:

  • Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
  • eine Gläubiger-Identifikationsnummer (CI),
  • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung oder wiederkehrenden Zahlung,
  • Name des Kunden (Zahlungspflichtigen), Landesbezeichnung, Postleitzahl und Ort,
  • Bezeichnung der Bank des Kunden (Zahlungspflichtigen) und
    seine Kundenkennung (IBAN und BIC).


Über die Autorisierungsdaten hinaus kann ein Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.

Das „SEPA-Lastschriftmandat“ für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren gestattet Zahlungspflichtigen autorisierte Lastschriften innerhalb von 8 Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zu widersprechen.

Das „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren gestattet Ihnen als Zahlungspflichtigen nicht autorisierte Lastschriftbelastungen zu widersprechen. Deshalb haben Sie bei der Nutzung des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens als Zahlungspflichtiger Ihrer Bank vor der ersten Belastung eine Kopie des „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ vorzulegen. Solange diese vorliegt und dieser nicht widersprochen wird, werden Lastschrifteinzüge durchgeführt und belastet.




Gläubiger-ID



Bei den neuen europäischen SEPA-Lastschriftverfahren müssen Zahlungsempfänger genau zu identifizieren sein, deshalb erhalten diese – in Ergänzung zu den deutschen Verfahren – eine Kennnummer. Diese Kennnummer heisst „Gläubiger-Identifikationsnummer“ (CI–Creditor Identifier).

In Deutschland kann diese seit März 2008 bei der Deutschen Bundesbank über die Internetseite www.glaeubiger-id.bundesbank.de beantragt werden. Zahler können anhand dieser Angabe und der Referenznummer des zugrunde liegenden Lastschriftmandats sehr leicht prüfen, ob eine für die Kontobelastung notwendige Ermächtigung vorliegt.



Für Lastschrifteinreicher, welche die neuen SEPA-Lastschriftverfahren nutzen wollen, hilft Ihnen Ihr Berater gerne.


Meldepflicht gemäß AWV ab 12.500 Euro



Bitte beachten Sie die Meldepflichten gemäß Außenwirtschaftsverordnung (AWV) ab 12.500 Euro. Entsprechende Meldungen sind der Deutschen Bundesbank mitzuteilen. Nutzen Sie dazu die "Anlage Z4 zur AWV".

Für alle Zahlungen,

  • die die genannten Kriterien nicht erfüllen,
  • die höher sind als 50.000 Euro,
  • die in Länder außerhalb der EU-/EWR-Staaten gehen,
  • für die Sonderwünsche bei der Ausführung bestehen

verwenden Sie bitte den Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr (Formular Z1).

Die notwendigen Anlagen und Formulare können Sie hier downloaden.

Für diese Länder gilt die EU-Verordnung 2560/2001
Die EU-Verordnung 2560/2001 gilt für grenzüberschreitende Überweisungen in Euro mit IBAN und BIC bis 50.000 Euro innerhalb der hier aufgezählten EU- und EWR-Staaten (ohne Schweiz).



Wir helfen Ihnen beim Umstieg auf SEPA. Nutzen Sie vorab unsere Checkliste oder sprechen Sie uns an.